Systemisches Familienstellen



Meistens bedauern Menschen, was sie alles versäumt und nicht bekommen haben, als sie klein waren. Sie sind sogar verbittert. Welche Folgen hat das?
Alles, ich bedaure, schließe ich aus. Alles, was ich anklage, schließe ich aus. Jede Person, der ich böse bin, schließe ich aus. Jede Situation, in der ich mich schuldig fühle, schließe ich aus.
Und ich werde ärmer und ärmer und ärmer.

Der umgekehrte Weg wäre: Alles was ich bedaure, das schaue ich an und sage: Ja, so war es und ich nehme es in mich hinein mit der ganzen Herausforderung, die es an mich stellt. Ich sage: Ich mach was mit Dir. Jetzt nehme ich dich als meinen Freund oder meine Freundin – was immer es ist.

Bert Hellinger



Wenn das System der Familie angeschaut wird und Verstrickungen gelöst sind wird der junge Erwachsene, wie auch der Erwachsene eine geklärte, orientierte und selbstschützende Position zu den Eltern sich erarbeiten können. Im Leben wird derjenige weniger Angst haben und selbstsicherer auftreten. Er wird eher nach vorne schauen und sich mit dem Leben konstruktiv auseinander setzen. Einfach sich dem Schicksal stellen.

Was geschieht beim Familienstellen?

Der Aufstellende berichtet kurz, was angeschaut werden soll. In einem morphogenetischen Feld, dass häufig durch einem Stuhlkreis begrenzt wird, stellt der Aufsteller seine Familienmitglieder, als Repräsentanten auf. Es können auch Begriffe sein.
Dieser stellt er dann in jenem Abstand und mit jener Ausrichtung auf, die deren Beziehung untereinander am Besten widerspiegeln. Und jetzt kommt die Phänomenologie zu tragen.
Die Repräsentanten werden nach ihren Gefühlen, Gedanken und Empfindungen befragt.
Was dabei erfahrbar wird, ist das, was bisher und häufig noch nicht bewusst, nicht bekannt war.
Und genau das ist dann die Informationsquelle zur Lösung. Für dieses Phänomen gibt es bisher keine bewiesene Erklärung, aber sie wirkt!!


Seminare zum systemischen Familienstellen

Das systemische Familienstellen ist ein hilfreiches Werkzeug um Lösungen für Verstrickungen innerhalb der Familie zu finden.
Es kann sein, dass wir in unserem Leben immer wieder die Erfahrung machen, dass wir uns blockiert fühlen, uns in Verhaltensmustern erleben, die wir längst nicht mehr wollen, in Situationen verstrickt sind, in denen wir uns hilflos fühlen, Krankheiten uns belasten - immer wieder größere oder kleinere Unfälle haben. Wir gehen Beziehungen ein, die wir gar nicht möchten, wählen Arbeitssituationen, die uns über- oder unterfordern. Wir fühlen uns so, als wären wir nicht frei für unsere Entscheidungen. Und diese Verstrickungen sind oftmals übernommene Schicksale eines Verwandten. Um hier Lösungen zu finden, sind Aufstellungen sehr hilfreich.
Dieses Seminar befasst sich überwiegend mit Aufstellungen. Übungen zum Visualisieren und sanfte Körperübungen unterstützen und erleichtern es, sich auf die persönlichen Erfahrungen während der Aufstellungen einzulassen und die dabei entstehenden Bilder zu verstehen. Tiefe persönliche Erfahrungen und eigene Lösungsmöglichkeiten bei Aufstellungen in Gruppen sind nicht nur dann gegeben, wenn jemand selbst aufstellt. Das Dabei-Sein, die Erfahrung als Aufgestellte/r gibt die Gelegenheit, auch zu uns selbst betreffende Erfahrungen zu erleben. Die Seminare sind geprägt von der gegenseitigen Achtung und Vertrauen, dass persönliche Informationen und Inhalte nicht nach außen gelangen und die Anonymität der Teilnehmer gewahrt bleibt, sprechen wir uns nur mit Vornamen an.

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